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Das schaurig schöne Studentenleben

Ich studiere – in meinem Freundeskreis die wohl häufigste Antwort auf die Frage „Und was machst du beruflich?“.
Ich persönlich muss gestehen, dass ich mich vor so einer Frage auch gerne mal drücke. Denn das Wort beruflich trifft eben nicht zu und setzt einen Studenten dann unter Druck, sodass man die Antwort Student kaum aussprechen mag. Aber was solls, man tut es doch und versucht so gut es eben geht vom anstrengendem Studium, das Lernen und dem Nebenjob zu erzählen und wie schwierig es doch ist, alles unter einen Hut zu bekommen.
Jaja… das Studentenleben, denken sich viele, gerade die, die eben nicht studieren. Uni von 10 bis 13 Uhr, 16 Wochen Semesterferien im Jahr und die Hälfte davon auf Backpackingtrip. Abwertende Gedanken von unwissenden Nicht-Studenten.
Aber wieso ist das so? Wieso habe ich das Gefühl mich rechtfertigen zu müssen? Das tue ich doch nur, weil mein gegenüber wohl eher etwas anderes erwartet. Habe ich das nötig, nur um Vorurteile aus dem Weg zu räumen?
Ich denke nicht, denn Vorurteile bleiben eben Vorurteile. Urteile, die vor einer gründlichen Untersuchung zugeteilt werden, für die ich mich in keiner Hinsicht rechtfertigen will und schon gar nicht vor jemanden, der noch nie einen Fuß in die Uni gesetzt hat. Wenn ich also nochmal gefragt werde „Und was machst du beruflich?“, werde ich anders reagieren. Denn ich bin von meinem Studium ja überzeugt und ob mein gegenüber das auch ist, kann mir letztendlich egal sein.

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5 Gedanken zu „Das schaurig schöne Studentenleben“

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